Start Krankheiten Durchfall bei einem Baby

Durchfall bei einem Baby

Während Durchfallerkrankungen für die meisten Erwachsenen einfach nur lästig sind und nach ein paar Tagen schon der Vergangenheit angehören, kann ein Baby durch heftige Durchfälle schnell in Gefahr geraten. Es ist also wichtig, dass du den Gesundheitszustand deines Kindes immer im Blick behältst. Dies bedeutet nicht, dass du bei den ersten Verdachtsmomenten schon in Panik geraten musst. Glücklicherweise sind wir hierzulande sehr gut versorgt und im Ernstfall wirst du immer schnell Hilfe erhalten. Wichtig ist, dass du deinen Teil dazu beiträgst und dich gut um dein Kind kümmerst. Dann wird es schon bald wieder fit und munter sein.

Wie erkennt man Durchfall beim Baby?

Gerade in der Zeit, in der ein Baby nur mit Säuglings- oder Muttermilch versorgt wird, ist der Stuhlgang immer sehr weich. Wenn dein Kind schon ein paar Wochen oder Monate alt ist, kennst du das und wirst dich nicht darüber wundern. Wenn jedoch wesentlich mehr Flüssigkeit als sonst im Stuhl enthalten ist, solltest du aufmerksam werden. Babys, die mehr als fünf dünne Stühle pro Tag haben, gehören bereits zu den Durchfallpatienten und sollten entsprechend betreut und behandelt werden. Bei einem Kleinkind sind mehr als drei dünne Stühle das Erkennungszeichen für Durchfall. Dies ist ein erster Anhaltspunkt.

Du solltest allerdings wissen, dass du dich immer an deinen Kinderarzt oder auch an den ärztlichen Notdienst wenden kannst, wenn du dir Sorgen über den Gesundheitszustand deines Kindes machst. Gerade bei Durchfallerkrankungen ist dies immer wichtig, denn oftmals bemerken die Mamas und Papas als erste, wenn bei ihrem Kleinen etwas ernsthaft durcheinandergeraten ist. Hier gilt: Lieber einmal zu oft den Arzt fragen, also einmal zu wenig!

Warum bekommt ein Baby eigentlich Durchfall?

Es gibt viele Gründe, warum ein Baby Durchfall bekommen kann. In den meisten Fällen sind Bakterien oder Viren die „Missetäter“, zum Beispiel die Rotavieren oder die Noroviren. Ist jemand im Bekanntenkreis von einem dieser Erreger betroffen oder fasst das Kind beispielsweise auf dem Spielplatz oder anderswo ein Spielzeug oder einen Gegenstand an, auf dem sich die Erreger befinden, geht es oft schnell. Die Viren und Bakterien wirken häufig sehr stark ansteckend und verbreiten sich dementsprechend schnell. Man spricht hier auch von einer sogenannten Schmierinfektion. Wer sich regelmäßig die Hände wäscht und sich bei eigenen Magen-Darm-Beschwerden vom Kind fernhält, trägt viel zu dessen Schutz bei.

Auf einen Blick: Wichtige Tipps für Babys mit Durchfall

  • Der Arzt hilft: Gehe immer zum Arzt oder rufe ihn an, wenn du dir unsicher bist oder wenn das Baby teilnahmslos wirkt!
  • Fieber? Auch dann solltest du zum Arzt gehen!
  • Babyernährung bei Durchfall: Achte auf eine gute Flüssigkeitsversorgung. Falls du das Baby stillst, solltest du dies weiter tun. Falls du dem Kleinen die Flasche gibst, solltest du gegebenenfalls zwischenzeitlich auf Tee wechseln und gegebenenfalls etwas Salz und Traubenzucker beimischen. Bevor du die Ernährung entsprechend umstellst, halte am besten Rücksprache mit dem Kinderarzt!
ads